Finanzbericht

Mit den ihr zur Verfügung gestellten Mitteln geht die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verantwortungsvoll um – von der Ausschreibung von Aufträgen über die Dokumentation bis zu einer nachvollziehbaren Budgetplanung. Der hier dargestellte Finanzbericht liefert Informationen zu den Stiftungseinnahmen und -ausgaben im Jahr 2020.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2020 nach Handelsgesetzbuch (HGB)

Aktiva 2020 2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 422 T€ 318 T€
Sachanlagen 387 T€ 370 T€
Vorräte 78 T€ 106 T€
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 225 T€ 189 T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.380 T€ 5.823 T€
Rechnungsabgrenzungsposten 129 T€ 13 T€
Summe 7.621 T€ 6.819 T€
Passiva 2020 2019
Stiftungskapital 50 T€ 50 T€
Rücklagen 3.570 T€ 3.123 T€
Sonderposten aus Investitionszuschüssen 775 T€ 639 T€
Rückstellungen 737 T€ 818 T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 210 T€ 165 T€
Verbindlichkeiten gegenüber Zuwendungsgebern*) 2.032 T€ 1.812 T€
Sonstige Verbindlichkeiten 247 T€ 212 T€
Summe 7.621 T€ 6.819 T€

*) Sämtliche noch nicht verwendete Mittel der Partner sowie öffentlicher und privater Zuwendungsgeber zum 31. Dezember 2020 werden als Verbindlichkeit gegenüber Zuwendungsgebern ausgewiesen.

Gewinn- u. Verlustrechnung 2020 2019
Erträge aus Zuwendung 14.723 T€ 14.266 T€
Umsatzerlöse 105 T€ 137 T€
Sonstige betriebliche Erträge 565 T€ 360 T€
Aufwendung für bezogene Waren -42 T€ -42 T€
Aufwendungen für Projekte -1.658 T€ -2.165 T€
Personalaufwand - 11.323 T€ -10.218 T€
Abschreibungen -287 T€ -227 T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.636 T€ -1.823 T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 T€ 1 T€
= JAHRESÜBERSCHUSS = 447 T€ = 289 T€
- Einstellung in die Rücklagen -447 T€ -289 T€
= BILANZGEWINN 0 T€ 0 T€

Mittelherkunft

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Erträge aus Zuwendungen nach ihrer Herkunft 2020

Helmholtz-Gemeinschaft
7.012 T€
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
4.967 T€
Partner
1.554 T€
weitere Zuwendungsgeber
1.190 T€
Summe:
14.723 T €
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Aufwendungen für Projekte 2020

Druckmedien und Materialien
734 T€
Stiftungsveranstaltungen
404 T€
Digitale Angebote/Medien
319 T€
Unterstützung der Netzwerkarbeit
201 T€
Summe:
1.658 T€
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Sonstige betriebliche Aufwendung 2020

Kosten der Geschäftsstelle
741 T€
Verwaltungskosten (Büromaterial, Informations- und Kommunikationstechnik)
405 T€
Rechts- u. Beratungskosten, Kosten d. Lohn- u. Finanzbuchhaltung
240 T€
Reisekosten
28 T€
Kosten der Personalentwicklung
107 T€
Sonstige
115 T€
Summe:
1.636 T€

Mittelverwendung

Im Folgenden werden die Inhalte der wesentlichen Projekte der Stiftung dargestellt. 

Projekt „Stärkung der MINT-Kompetenzen von sechs- bis zehnjährigen Kindern und deren pädagogischen Fach- und Lehrkräften“

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ möchte mit dem Projekt „Stärkung der MINT-Kompetenzen von sechs- bis zehnjährigen Kindern und deren pädagogischen Fach- und Lehrkräften“ Qualität und Quantität von MINT-Angeboten im Ganztag steigern. Um die Projektziele zu erreichen, setzte sie im Jahr 2020 folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Entwicklung der Bildungsveranstaltung „MINT-Bildung in einer digitalen Welt“ („MINT geht digital“) als Präsenz- und digitales Angebot
  • Weiterentwicklung des MINT-Modell
  • Entwicklung neuer digitaler Bildungsangebote
  • Digitalisierung der Präsenzfortbildungen für Trainerinnen und Trainer
  • Steigerung der Nutzungszahlen der digitalen Lernplattform Campus um mehr als 30.000 Personen (Ziel waren 8.000)
  • Pilotierung und Verbreitung des Bildungsangebots „Forschen mit Magneten“ als Präsenz- und digitales Angebot
  • Überarbeitung der Fortbildung „Forschen mit Sprudelgas“

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.


Projekt "Sondermittel des Bundes - Vorhaben starke Netzwerkpartner"

Das Projekt hat das Ziel, die Arbeit mit den Netzwerkpartnern zu stärken und damit auch zukünftig zu sichern, dass sich das Fortbildungsangebot der Stiftung bundesweit verbreitet und regional verankert. Konkreter Ansatzpunkt ist die für eine erfolgreiche Kooperation mit den Netzwerkpartnern zentrale Beziehungsarbeit im Sinne einer strategischen Stakeholderkommunikation. Die Stiftung entwickelt diese mithilfe der wichtigen Ergebnisse des seit 2015 bestehenden Projekts sowie wertvoller Erkenntnisse aus den laufenden Tätigkeiten des Bereichs „Netzwerke“ weiter. Dazu definierte sie 2020 drei Wirkbereiche mit insgesamt sechs inhaltlich verschränkten Themenfeldern:

  • Wirkbereich 1: Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren stärken (Themenfelder: Beratung, Qualifizierung, Service)
  • Wirkbereich 2: Zusammenarbeit mit der Institution des Netzwerkpartners stärken (Themenfeld: Entscheiderkommunikation)
  • Wirkbereich 3: Regionale Vernetzung der Netzwerkpartner stärken (Themenfeld: Regionale Vernetzung, Fundraising und Allianzen)

Das sechste Themenfeld „Wirkungsorientierung, Analysen, Kennzahlen“ hat zum Ziel, den zentralen Orientierungsrahmen zu entwickeln, um die entsprechenden Inhalte ausgestalten zu können. In Abhängigkeit von der inhaltlichen Entwicklung der Themenfelder schlussfolgert die Stiftung, wie sie den verantwortlichen Bereich „Netzwerke“ inhaltlich und ggf. auch strukturell aufstellt.
Gefördert wird das Projekt durch die Helmholtz-Gemeinschaft aus Sondermitteln des Bundes.


Projekt „Kita-Qualitätsoffensive (KiQ)“

Seit März 2019 läuft das Projekt „KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität“, mit dem die Stiftung nun neben der Qualifizierung von Personal (personenbezogener Ansatz) stärker die Einrichtungen als Ganzes betrachtet (systembezogener Ansatz). So will sie die Professionalisierung von pädagogischen Fachkräften weiter voranbringen und die Kitas dabei unterstützen, das entdeckende und forschende Lernen in ihrem Praxisalltag institutionell zu verankern. Im Ergebnis will sie eine qualitätsvolle alltagsintegrierte MINT-Bildung etablieren, von der alle Kinder in der Einrichtung profitieren. Um eine Veränderung im System Kita zu bewirken, stößt das Projekt „KiQ“ einen Prozess der Qualitätsentwicklung im Bereich der frühen MINT-Bildung an und begleitet diesen professionell.
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Mehr Infos auf der Projekt-Webseite


Projekt „Forum KITA-Entwicklung“

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ hat 2019 in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung eine breit angelegte Initiative gestartet, um neue Impulse für die Qualitätsentwicklung in Kitas zu setzen. Im Fokus des dreijährigen Projekts „Forum KITA-Entwicklung“ steht die Frage, wie Kitas Prozesse aus der Organisationsentwicklung für ihre eigene Entwicklung als Bildungseinrichtung nutzen können. Es sucht dabei nach übertragbaren Lösungsansätzen, die dazu beitragen, die Lernfähigkeit von Kitas als ganzen Organisationen zu erhöhen.

Im Jahr 2020 hat sich in unterschiedlichen Austauschformaten mit Fachpraxis, Kita-Trägern, Wissenschaft sowie schulisch und politisch Aktiven gezeigt, dass das Thema Organisationsentwicklung gerade in Zeiten aktueller Wandlungsprozesse eine bedeutsame Rolle spielt und es bereits innovative Umsetzungsideen im Kita-Bereich gibt. Bisher wurde deutlich, dass insbesondere fachlicher Austausch innerhalb der Einrichtungsteams, aber auch zwischen Leitungskräften und Trägern dazu beitragen kann, Kita-Qualität in verschiedenen Bildungsbereichen (z. B. forschend-entdeckendes Lernen, Sprachbildung, Digitalisierung in der Kita) zu entwickeln.
Das Projekt wird aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Mehr Infos auf der Projekt-Webseite


Projekt „PRIMA! – Fortbildungen für den Grundschulunterricht“

Was macht guten Grundschulunterricht zu MINT-Themen aus? Wie können Grundschullehrkräfte wirkungsvoll und modern fortgebildet werden? Diese beiden Fragen stehen im Zentrum des PRIMA!-Projekts. Die Stiftung entwickelt dazu passende Fortbildungen für Lehrkräfte im Grundschulunterricht. Als erstes Ergebnis entstand ein Bildungsangebot als Blended-Learning-Fortbildung zum Thema „Energiebildung“. Ein weiteres zu „informatischer Bildung“ ist in Arbeit.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Mehr Infos auf der Projekt-Webseite


Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

m Rahmen des dreijährigen Projekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, das im Januar 2020 startete, erarbeitet die Stiftung Fortbildungskonzepte und Materialien für pädagogische Fach- und Lehrkräfte, die mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren zum Thema „BNE“ arbeiten. Darüber hinaus entwickelt sie spezielle Angebote für Kita-Leitungen.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Mehr Infos auf der Projekt-Webseite


Projekt "Tag der kleinen Forscher"

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist ein bundesweiter Mitmachtag für gute frühe Bildung im MINT-Bereich, der jedes Jahr durchgeführt wird. Das Motto 2020 lautete „Von der Quelle bis ins Meer – Wasser neu entdecken!“.
Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die meisten Kinder in diesem Jahr leider auf klassische Forscherfeste verzichten. Stattdessen nutzten sie die digitalen Anregungen der Stiftung und folgten somit den Wegen des Wassers entweder zu Hause, beim Spazierengehen mit ihren Eltern oder in eingeschränkt geöffneten Kitas, Horten und Grundschulen. Denn: Forschen und entdecken kann man zum Glück überall.
Ermöglicht wurde der „Tag der kleinen Forscher“ durch die Förderung der Dieter Schwarz Stiftung sowie der Bank of America.

Mehr Infos auf der Projekt-Webseite

Projekt "echt jetzt?" - Initiative MINT- und Leseförderung

Die Stiftung Lesen und das „Haus der kleinen Forscher“ haben 2019 eine gemeinsame Initiative zur MINT- und Leseförderung in der Grundschule gestartet. Das dafür neu entwickelte Kindermagazin „echt jetzt?“ für die dritte und vierte Klasse unterstützt Lehrkräfte dabei, mit den Kindern Lesen zu üben und im Unterricht zu forschen.
Die Initiative will Kinder für die Zukunft stärken: MINT-Bildung als Schlüssel für ein selbstbestimmtes und verantwortungsbewusstes Handeln und das Lesen als zentrale Voraussetzung für Bildung ergänzen sich und befähigen Kinder, eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten. Das Projekt sensibilisiert Lehrkräfte für die Vorteile einer integrierten Förderung von MINT- und Lesekompetenzen und unterstützt sie mit dem Angebot in ihrer täglichen Arbeit. Bei den Kindern werden das Interesse und die Freude am Lesen bzw. am Forschen mit Natur und Technik gestärkt.
Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird durch die Dieter Schwarz Stiftung ermöglicht.

Mehr Infos auf der Projekt-Website

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