Starke Partner – auch in herausfordernden Zeiten

Sie tragen die Idee vom „Haus der kleinen Forscher“ in die Regionen: die Netzwerkpartner. Die über 200 Partner sind verankert im Bereich der öffentlichen Hand, in Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Als Gesicht der Stiftung gewinnen sie vor Ort pädagogische Fachkräfte für Bildungsangebote, halten Kontakt zu Kitas, Horten und Grundschulen. Dabei arbeiten sie zusammen, tauschen sich aus, entwickeln gemeinsam Ideen und unterstützen sich gegenseitig. Ein gut funktionierendes Netzwerk trägt die Bildungsinitiative – auch im herausfordernden Jahr der Corona-Pandemie.

Was motiviert die Netzwerkpartner? Die Überzeugung, dass gute frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung wichtig sei für die Bildungsbiografie eines jeden Kindes, für den (Bildungs-)Standort Deutschland und damit generell für die Zukunft des Landes. Das Jahr 2020 war eine Herausforderung, deutlich wurde aber: Das Netzwerk der regionalen Partner ist weiterhin stabil und eine der tragenden Säulen des „Hauses der kleinen Forscher“.

Hand in Hand schwierige Zeiten meistern – mit einem starken Netzwerk regionaler Partner

Das Jahr 2020 stellte die gesamte Bildungsinitiative vor ganz neue Herausforderungen. Die Corona-Pandemie durchkreuzte etliche Pläne und Ideen – die Präsenzfortbildungen mussten auf Eis gelegt, Veranstaltungen reihenweise abgesagt werden. Personen, die sonst in der Netzwerkarbeit für das „Haus der kleinen Forscher“ tätig sind, wurden abgezogen, um kurzfristig Aufgaben zu erledigen, die die außergewöhnliche Situation erforderte. Gleichzeitig waren viele Netzwerkkoordinatorinnen und -koordinatoren sehr kreativ, um trotz allem den Kontakt zu Kitas, Horten und Grundschulen aufrechtzuerhalten und sie über das „Haus der kleinen Forscher“ zu informieren: Dies reichte von digital aufbereiteten Forscherideen in sozialen Netzwerken über digitale Info-Veranstaltungen bis hin zu regionalen Medienkooperationen.

Cottbus, feiert das Forschen und überbringt den Kitas die Plaketten als Zeichen der erfolgreichen Zertifizierung. Der Mindestabstand wurde gewahrt - zur Übergabe der Plakette nahmen sie einfach Greifzangen zu Hilfe.
© IHK Cottbus
Mita Roß, Netzwerkkoordinatorin der IHK Cottbus, feiert das Forschen und überbringt den Kitas die Plaketten als Zeichen der erfolgreichen Zertifizierung. Der Mindestabstand wurde gewahrt - zur Übergabe der Plakette nahmen sie einfach Greifzangen zu Hilfe.

Engagiert zeigten sich Koordinatorinnen und Koordinatoren auch wieder in der wichtigen Sache der Zertifizierung: 1.049 Kitas, Horte und Grundschulen in ganz Deutschland erhielten von ihnen ihre Zertifizierungsplaketten mittels bunten Postpaketen, mit Greifzangen oder es wurden digitale Zertifizierungsfeiern organisiert. 296 von ihnen wurden zum ersten Mal zertifiziert. Zum Vorjahr war das ein deutlicher Zuwachs (2019 gab es insgesamt 977 Zertifizierungen, davon 233 erstmalig).

Im Sommer wurden dann nach und nach, den neuen Umständen angepasst und unter Hygiene-Auflagen, wieder Präsenzfortbildungen angeboten – zumindest dort, wo ausreichend Personal für die Netzwerkarbeit bereitstand. Von Hamburg bis Freiburg, von Chemnitz bis Hagen setzten Netzwerkpartner mit ihren Trainerinnen und Trainern Fortbildungen für pädagogische Fach-, Lehr- und Leitungskräfte um. Diese nutzten die Präsenzangebote sehr gern.

Als zum Ende des Jahres der zweite Lockdown begann, waren Trainerinnen und Trainer mit digitalen Formaten schon vertrauter. Die Stiftung hatte ihre digitalen Angebote für sie auf der digitalen Lernplattform Campus weiter ausgebaut und stand mit Rat zur Seite. Nicht nur hier war die Digitalisierung vorangeschritten – Koordinatorinnen und Koordinatoren hatten nun immer auch einen „digitalen“ Plan B parat. Sie hatten die gewinnbringende Erfahrung einer digitalen Netzwerktagung gemacht und selbst neue Formate auf die Beine gestellt, z. B. digitale BNE-Fachnachmittage oder eine Veranstaltung zu „MINT geht digital“. Dies gelang auch aufgrund der etablierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartnern und der Stiftung, die die Netzwerke seit Jahren eng begleitet, qualifiziert und unterstützt.

Bei vereinzelten Netzwerkpartnern verstärkte die Pandemie jedoch bereits laufende strategische Neubewertungen der eigenen Ausrichtung. In diesem Zuge reduzierten sie ihre Ressourcen oder trafen, wie in bisher drei Fällen, die Entscheidung, die Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ als Netzwerkpartner zu verlassen.

Ohne Frage war es ein herausforderndes Jahr. Es zeigte aber auch, dass in unsteten Zeiten das bundesweite Netzwerk der Stiftung mit ihren regionalen Partnern trägt – nicht zuletzt wegen seiner großen Vielfalt an Beteiligten über alle Sektoren hinweg – und sehr verlässlich ist. Ein weiterer Aspekt war dabei der wichtige Austausch mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern von Netzwerkpartnern, der im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut werden konnte.

Drei Beispiele verdeutlichen die strategisch wichtige Vielfalt der Netzwerkpartner.

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